
Black River Gorges Nationalpark
Der größte Nationalpark von Mauritius: 6 574 Hektar Primärwald, 60 km markierte Wanderwege und die letzten Rückzugsgebiete von Rosentaube und Mauritiusfalke. Der 10 km lange Macchabée-Weg zwischen Pétrin und dem Besucherzentrum ist ein Klassiker.
Tipp: Zwei Eingänge: Pétrin (Hochebene) und das Besucherzentrum auf der Seite von Grande Rivière Noire. Wanderschuhe und Wasser sind unerlässlich, das Mobilfunknetz ist lückenhaft.
360°-Ansicht
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Die große Wildnis von Mauritius
Der am 15. Juni 1994 gegründete Park schützt laut dem zuständigen National Parks and Conservation Service 6 574 Hektar Wald im Südwesten der Insel. Hier liegt der höchste Berg von Mauritius, der Piton de la Petite Rivière Noire (828 m), und hier wachsen die größten verbliebenen Reste des ursprünglichen Waldes.
Der Park ist Rückzugsort von Rosentaube, Mauritiusfalke und Mauritiussittich, drei Arten, die knapp vor dem Aussterben bewahrt wurden. Flughunde, Makaken und endemische grüne Taggeckos sieht man häufig.
Zwei Eingänge, zwei Charaktere
Im Osten liegt Pétrin auf dem Hochplateau in rund 650 m Höhe, wenige Minuten von Grand Bassin: Start für Wege durch Bergwald und über Grate. Im Westen steht das Black River Visitor Centre am Fuß der Schluchten bei Grande Rivière Noire, etwa 30 Minuten von Flic en Flac. Von Port Louis fährt man rund eine Stunde zu beiden Eingängen, von Grand Baie 1h15 bis 1h30.
Der Eintritt ist frei (Stand Oktober 2026). Beide Zentren geben Karten und Tipps, dort kann man auch seine Route angeben. Die Öffnungszeiten werden je nach Quelle und Saison unterschiedlich angegeben: vorher beim NPCS prüfen und deutlich vor Einbruch der Dunkelheit zurück sein.
Welcher Weg passt?
Rund 60 km Wege sind markiert. Leicht: Savanne Trail (6 km hin und zurück). Mittel: Macchabée Forest Loop (14 km hin und zurück), Mare Longue Loop (12 km), Black River Peak Trail (9 km hin und zurück) und Paille en Queue Trail (3 km).
Anspruchsvoll: der Macchabée Trail (10 km), der von Pétrin auf etwa 650 m zum Black River Visitor Centre auf etwa 100 m absteigt, außerdem der Parakeet Trail (8 km) und die Cascade des Galets (3 km hin und zurück). Für die Macchabée-Durchquerung ein Taxi für die Rückfahrt am Ziel organisieren.
Reisezeit, Wetter, Ausrüstung
Die Niederschläge reichen von 1 000 mm im Jahr in trockeneren Zonen bis 4 000 mm im Hochland. Am angenehmsten wandert man von Mai bis Oktober; im Sommer (Dezember bis März) machen Schauer die Hänge schlammig. Auf dem Plateau zieht oft schon am frühen Nachmittag Nebel auf, also früh starten.
Wanderschuhe mit gutem Profil, 2 Liter Wasser pro Person, Windjacke und eine Offline-Karte, denn in den Schluchten gibt es kein Netz. Haustiere, Feuer und Rauchen sind verboten, Zelten nur mit Genehmigung.
Gut kombinierbar mit
Wer nicht wandern möchte, erlebt den Park von der Straße über die Plaine Champagne aus, mit Halt am Aussichtspunkt der Black River Gorges und an den Alexandra Falls. Grand Bassin liegt gleich neben Pétrin, auf der Westseite runden Chamarel und die Siebenfarbige Erde den Tag ab.
Häufige Fragen
Kostet der Black River Gorges Nationalpark Eintritt?
Nein, Park und Wanderwege sind kostenlos. Bezahlen muss man nur private Guides oder organisierte Touren.
Welche Wanderung lohnt sich im Black River Gorges?
Für den Einstieg die Macchabée Forest Loop ab Pétrin (14 km hin und zurück, mittel) mit Urwald und großem Aussichtspunkt. Trainierte Wanderer gehen die 10 km lange Macchabée-Durchquerung hinunter zum Black River Visitor Centre.
Braucht man einen Guide?
Für die markierten Hauptwege nicht. Bei schlechtem Wetter am Piton de la Petite Rivière Noire oder für schwierige Routen wie die Cascade des Galets ist ein Guide sinnvoll.
Wann ist die beste Wanderzeit?
Von Mai bis Oktober, wenn es kühler und trockener ist. Morgens starten, nachmittags ziehen auf dem Plateau oft Nebel und Schauer auf.






